Die MIAs

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18.03.2021: Das zivilgesellschaftliche Bündnis Istanbul-Konvention (BIK) hat seinen Alternativbericht zur Umsetzung der IK in Deutschland an GREVIO des Europarats veröffentlicht. MIA hat in den vergangenen Monaten an dem Bericht mitgearbeitet. MIA-Vorsitzende Sybille Möller sagt dazu: „Der Bericht ist ein Meilenstein, denn er benennt klar den nach wie vor völlig unzureichenden Schutz von gewaltbetroffenen Frauen und ihren Kindern durch Familiengerichte und Jugendämter. Die Bundesregierung weiß seit langem um das Problem. Spätestens jetzt gibt es keine Ausreden mehr, den Gewaltschutz für Mütter und Kinder endlich höher als andere elterlichen Rechte zu stellen, um die Istanbul-Konvention in Deutschland umzusetzen.“ Die Presseinformation des BIK zum Alternativbericht ist hier zu finden.


MIA startet zum 25.11.2020 die #whitelilyrev:

mehr unter www.whitelilyrev.de

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Trennung & Kindschaftsrecht:

„…es geht bei der Ausgestaltung der elterlichen Betreuung nicht in erster Linie darum, Gerechtigkeit zwischen den Eltern zu verwirklichen. Das Interesse des Kindes hat immer im Mittelpunkt zu stehen.“

Prof. Dr. Nina Dethloff, LL.M,
Vorsitzende der Familienrechtsabteilung  des DJT,
im Interview mit LTO

Die MIAs sind eine bundesweite Initiative von alleinerziehenden Müttern, die sich (meist) nach einer Trennung mit ihren Kindern plötzlich verschiedensten Professionen des Familienrechtsgebiets gegenüber fanden: in Jugendämtern, Gerichtssälen, angeordneten Mediationen und Begutachtungssituationen. Sie alle konnten nicht glauben, wie ihnen geschah. Jede einzelne von ihnen fühlte sich zunächst wie ein Alien, denn niemand in ihrem persönlichen Umfeld hatte bereits etwas ähnliches erlebt. Die meisten Menschen in ihrem Umfeld reagierten auf ihre Berichte ungläubig: „Wir leben doch in einem Rechtsstaat.“

Gewiss, den gibt es. Doch einiges läuft an Familiengerichten und seinen ergänzenden Professionen seit Jahren schief. Die Öffentlichkeit bekommt davon kaum etwas mit, denn Verfahren an Familiengerichten sind nicht-öffentlich. Auf diese Schieflagen möchte MIA aufmerksam machen und durch die eigenen breiten Erfahrungen daran mitarbeiten, die derzeitige Lage für betroffene Trennungkinder besser zu gestalten, indem das Kindeswohl in den Mittelpunkt gestellt wird und die individuellen Bedürfnisse eines jeden Kindes besser berücksichtigt werden.

Darüber hinaus tritt MIA für weitere Belange von Alleinerziehenden, aber auch Müttern und Frauen insgesamt ein: zu Fragen von Arbeitsmarkt und Arbeitsrecht, Sozial- und Steuerpolitik, bei unbezahlter Carearbeit und Altersarmut machen wir uns stark für die von der männlichen Norm „abweichenden“ 51 Prozent der deutschen Bevölkerung.

Seit 2020 ist MIA Mitgliedsverband im Bündnis Istanbul Konvention (BIK).

Das BIK setzt sich seit 2018 für die Implementierung und angemessene Berücksichtigung der Konvention, dem Schutz von Frauen und Kindern vor Gewalt, in der Gesetzgebung und Rechtspraxis in Deutschland ein.

Bist Du auch eine MIA?

Hier erfährst Du mehr über die Mission der MIA – Mütterinitiative für Alleinerziehende.

MIA Mütterinitiative für Alleinerziehende