Die MIAs

„…es geht bei der Ausgestaltung der elterlichen Betreuung nicht in erster Linie darum, Gerechtigkeit zwischen den Eltern zu verwirklichen. Das Interesse des Kindes hat immer im Mittelpunkt zu stehen.“

Prof. Dr. Nina Dethloff, LL.M,
Vorsitzende der Familienrechtsabteilung  des DJT,
im Interview mit LTO

Die MIAs sind eine bundesweite Initiative von alleinerziehenden Müttern, die sich (meist) nach einer Trennung mit ihren Kindern plötzlich verschiedensten Professionen des Familienrechtsgebiets gegenüber fanden: in Jugendämtern, Gerichtssälen, angeordneten Mediationen und Begutachtungssituationen. Sie alle konnten nicht glauben, wie ihnen geschah. Jede einzelne von ihnen fühlte sich zunächst wie ein Alien, denn niemand in ihrem persönlichen Umfeld hatte bereits etwas ähnliches erlebt. Die meisten Menschen in ihrem Umfeld reagierten auf ihre Berichte ungläubig: „Wir leben doch in einem Rechtsstaat.“

Gewiss, den gibt es. Doch einiges läuft an Familiengerichten und seinen ergänzenden Professionen seit Jahren schief. Die Öffentlichkeit bekommt davon kaum etwas mit, denn Verfahren an Familiengerichten sind nicht-öffentlich. Auf diese Schieflagen möchte MIA aufmerksam machen und durch die eigenen breiten Erfahrungen daran mitarbeiten, die derzeitige Lage für betroffene Trennungkinder besser zu gestalten, indem das Kindeswohl in den Mittelpunkt gestellt wird und die individuellen Bedürfnisse eines jeden Kindes besser berücksichtigt werden.

Darüber hinaus tritt MIA für weitere Belange von Alleinerziehenden, aber auch Müttern und Frauen insgesamt ein: zu Fragen von Arbeitsmarkt und Arbeitsrecht, Sozial- und Steuerpolitik, bei unbezahlter Carearbeit und Altersarmut machen wir uns stark für die von der männlichen Norm „abweichenden“ 51 Prozent der deutschen Bevölkerung.

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Hier erfährst Du mehr über die Mission der MIA – Mütterinitiative für Alleinerziehende.

MIA Mütterinitiative für Alleinerziehende